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Gewährleistung, Kulanz, Garantie - Ein Buch mit sieben Siegeln?

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird bei Mängeln/Schäden häufig fälschlicherweise von "Garantie" geschrieben. Dazu ein paar Erläuterungen:

Gewährleistung: Wenn Leistungen (vertraglich) vereinbart werden, muss der Verkäufer (oder Dienstleister, z.B. Werkstatt) gesetzlich für seinen "Murks" geradestehen. Beim Verkauf (z.B. Reisemobil) beträgt die gesetzliche Gewährleistungsfrist 24 Monate (ab Gefahrenübergang). Der Händler muss bei innerhalb dieser Frist auftretenden Mängeln diese kostenlos beheben. – Und noch etwas: Ausschließlich der Verkäufer haftet für den vom ihm gelieferten/erbrachten "Murks", nicht aber der Hersteller!

Kulanz: Nach Ablauf dieser Frist auftretende Schäden/Mängel unterliegen nicht mehr der Gewährleistung. Aber der Verkäufer kann sich kulant (= kundenorientiert) zeigen, in dem er sich an den Kosten (angemessen) beteiligt. Dabei kann er versuchen, auch den Hersteller im Rahmen dessen Möglichkeiten an den Kosten zu beteiligen. Vor allem dann, wenn eine Schadenshäufung bei einer bestimmten Charge bekannt ist.

Garantie: Ist eine freiwillige Leistung, die meist nur vom Hersteller gewährt wird. Dazu zählt z.B. die (zeitlich befristete) Mobilitätsgarantie oder Dichtheitsgarantie. Diese Garantie wird häufig an definierte Voraussetzungen gebunden (z.B. Überprüfung der Dichtheit, regelmäßige Wartung).

Ein Zitat mit freundlicher Zustimmung von Johann Kose, Ladenburg